Zwinger

Zwinger nennt man im Festungsbau den Raum zwischen äußerer und innerer Festungsmauer. Der Zwinger in Dresden hat auch so begonnen – bis August der Starke sich 1709 eine Orangerie wünschte, um frostempfindliche Pflanzen überwintern zu können.

Die Militärs äußerten Bedenken: Das war nicht die Funktion eines Zwingers! Aber es sollte – aus der Sicht der Offiziere – noch schlimmer kommen: Ab 1711 wurde der Zwinger zum Festplatz ausgebaut. Der Plan sah eine gigantische Anlage vor, die sich bis zur Elbe ziehen sollte. Verwirklicht wurde er so nicht, doch mit den vier rechteckigen und zwei runden Pavillons entstand im Laufe der Zeit ein Meisterwerk des Barock. Eine "Faschingslaune der Architektur" nannte es mal einer, der aber mit dem Begriff Fasching nur Gutes verband.

Im Zwinger steckt so viel Kunst, so viel Sehenswertes innen wie außen, dass ein gemütlicher Spaziergang durch Glockenspielpavillon, Kronentor und Nymphenbad eigentlich nur ein Appetitholer ist: Der Zwinger ist mit seinen Museen, wenn man die Zeit hat, einen halben Tag und mehr wert…


S - Z > Zwinger >
Zuletzt geändert: 07.08.05