Semperoper

Nicht zuletzt dank der intensiven Fernseh-Werbung einer Brauerei vor den Toren Dresdens ist das Gebäude bundesweit bekannt. Die Semperoper wurde wie fast alles im Februar 1945 ein Opfer der Bomben. Wieder eröffnet exakt 40 Jahre nach der Katastrophe am 13. Februar 1985, ist sie ein Muss für alle Touristen – wobei denen, die zu Hause nie in die Oper gehen, die musikfreien Führungen tagsüber empfohlen seien, weil die sehenswerte Architektur die gleiche ist wie während der Aufführung.

Die Oper, die heute so berühmt ist, ist die zweite von Semper an diesem Platz: Die erste, am 21. April 1841 eingeweiht, war ein dreigeschossiger Sandsteinbau und wurde als "schönstes Theater der Welt" bezeichnet. Jawohl, Theater: Denn Schauspiel und Oper fanden beide im 1750 Zuschauer fassenden Haus Platz. Am 29. September 1869 brannte das Haus ab – Fahrlässigkeit gilt als Ursache.

Nach einer Interimslösung mit dem im Volksmund "Bretterbude" genannten Holzbau gab es bald Pläne für eine neue Oper, wieder von Semper geplant. Es entstand das Haus so wie es sich heute präsentiert. Am 26. April 1871 wurde der Grundstein gelegt, am 2. Februar 1878 eröffnet.

Gefeiert wurde der Sandsteinbau im Stil der Italienischen Hochrenaissance als Höhepunkt der Theaterarchitektur des 19. Jahrhundert, aber auch wegen seiner hervorragenden Akustik.


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Zuletzt geändert: 07.08.05