Schloss Pillnitz

So haben sich die Menschen China vorgestellt, als noch kaum jemand da gewesen war: Phantasievolle Exotik.

Für August den Starken bildete Schloss Pillnitz den “indianischen Auftakt” einer auf 24 Lustschlösser angelegten Konzeption königlicher Zerstreuung, für die da schon nicht mehr Geliebte Gräfin Cosel war der zwangsverordnete Umzug vom Taschenbergpalais nach Pillnitz der Anfang vom langen Ende auf Burg Stolpen. Matthäus Daniel Pöppelmann lieferte die Entwürfe, die ihre Vorbilder sowohl in der Toranlage zum Palast des Kaisers von China als auch im Palastbau von Venedig haben sollen.

An August erinnert heute noch die Gondel, die ihm der Annäherung an Pillnitz über die Elbe diente, an die Cosel nichts mehr...

Der Schlosspark von Pillnitz wartet mit mancherlei Überraschungen auf: Teils der strengen Formsprache des Barock folgend, teils als englischer Landschaftsgarten gestaltet – und dann natürlich die Kamelie. Sie gilt als Europas älteste Pflanze dieser Art und blüht nun schon seit 222 Jahren zwischen Februar und April, wenn 35.000 glockenförmige und karminrote Blüten den Frühling einläuten.


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Zuletzt geändert: 07.08.05