Palais im Großen Garten

Dresdens erstes barockes Palais steht mitten in einem Garten und war von Anfang an auf sommerlichen Lustgewinn ausgerichtet. Ab 1676 wurde der Große Garten einschließlich des darin stehenden Palais für den damaligen Kurprinzen Johann Georg IIl. angelegt. Denn der Hof brauchte Stätten für Lustbarkeiten, Jagden, Feste, wofür man dann ab 1709 vor die Tore der Stadt pilgerte. Der Festbau im Grünen hatte nach italienischer Art kein Fensterglas und keine Öfen, was im nicht so mediterranen Klima Dresdens der höfischen Gesellschaft nur in heißen Sommern Vergnügen bereitete. Dennoch wurde heftig gefeiert, und wenigsten Fensterglas kam auch ins Haus.

Nach den Bombenangriffen auf Dresden im Februar 1945 zählte man 217 Bombeneinschläge, überwiegend von Brandbomben – das Palais war völlig ausgebrannt. 1949/50 erfolgten erste Rekonstruktionsmaßnahmen, in den 80er Jahren begann die Dachrekonstruktion, die 1995 abgeschlossen wurde; die anschließende Fassadensanierung dauerte bis 2001. Innendrin ist das Palais trocken, aber nicht fertig: Wenigstens den Festsaal des Palais will ein Förderverein im alten Glanz erstrahlen lassen und veranstaltet Führungen und Konzerte.

Im Erdgeschoss des Palais warten zahlreiche Skulpturen darauf, näher untersucht zu werden. Einen besonderen Aspekt, der über den Kunstkritiker-Satz ("Die Falten ihrer Kleidung stehen noch immer in Permoserscher Art gratig über Mulden, in denen sich der Körper durchdrückt") hinaus geht, gab es zum Karnevalssontag 2003 beim Weblog Aufgelesen...


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Zuletzt geändert: 07.08.05