Hoflössnitz

Das slawische Wort für "Wald" gab der Gegend zwischen Fiedlergrund und Zitzschewig westlich von Dresden ihren Namen, aber bekannt und beliebt wurde die Lössnitz seit der Mitte des 13. Jahrhunderts durch den Weinbau geprägt. Die Terrassen, die vor rund vierhundert Jahren entstanden, prägen mit ihren Trockenmauern das Bild der Landschaft. Sie dienen der Wärmespeicherung, der Entwässerung - und helfen wohl auch, die Steillagen weniger steil und mühsam zu machen.

Seit 1271 ist der Weinbau für die Lössnitz belegt. Markgraf Wilhelm der Einäugige gründete das Weingut am 8. Mai 1401. Es erlebte einen feinen Aufstieg, weil die Wettiner ihren Weinlandbesitz um die Hoflössnitz konzentrierten; seine maximalen Ausdehnung hatte das Areal im Jahr 1734. Je nach Interessenslage agierten die Herrscher: Kurfürst Johann Georg I. veranlasste den Bau des Berg- und Lusthauses, Kurfürst Johann Georg II. sorgte für die reichhaltige Innenausgestaltung der Räume. August der Starke – man kann es sich denken – feierte die berauschendsten Weinlesefeste, regte aber auch den bau der Spitzhaustreppe an.

Seit 1843 war die Hoflössnitz Staatsweingut unter königlicher Domänenverwaltung und blieb es bis zum vorläufigen Niedergang des Weinbaus in der Lössnitz, verursacht u. a. durch die Reblaus im Jahr 1889.

Seit 1998 setzen die Stiftung Weingutmuseum Hoflössnitz und die Weingut- und Schoppenstube Hoflössnitz GmbH die weinkulturelle und weinbauliche Tradition fort.


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Zuletzt geändert: 07.08.05