Hausmannsturm

Der Elbübergang der mittelalterlichen Handelsstraße aus dem Westen in den Osten querte die Elbe an der Stelle, wo heute die Augustusbrücke steht. Am Brückenkopf entstand "als architektonische Mitte das bescheidene Kastell des Markgrafen mit dem Hausmannsturm als westlichen Abschluss der großen Straße, die von Osten über Altendresden und die Brücke lief" (Löffler, Das alte Dresden). Der Hausmannsturm gilt als das älteste steinerne Bauenkmal der Stadt, von dem noch Reste im Unterbau erhalten sind. Gebaut wurde er wahrscheinlich im 12. Jahrhundert, also noch bevor Dresden 1206 Stadtrechte erhielt.

In dieser Zeit war Dresden nicht wirklich bedeutend - ein Spruch aus dem Jahr 1520 erwähnt es bei einer Aufzählung vorzüglicher sächsische Städte nicht einmal: "Leipzig die Beste, Freiberg die Größte, Chemnitz die Feste, Annaberg die Liebste" hieß es da... Doch das sollte sich ändern, als Dresden Residenzstadt wurde. Unter Kurfürst Moritz wurde das Residenzschloss nach 1547 erweitert, der Hausmannsturm erhöht. Noch später (1677/78) bekam der Turm von Wolf Caspar von Klengel seine barocke Haube aufgesetzt.

Der Hausmannsturm - dessen Namen ich nirgendwo erklärt fand - ist 101 Meter hoch und bietet, nachdem man 120 Stufen hoch gestapft ist, von seiner Aussichtsplattform einen guten Rundumblick auf die Stadt.


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Zuletzt geändert: 07.08.05