Dinglingers Weinberg

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren die Elbhänge bei Dresden mit Wein bewachsen. Dann kam die Reblaus und naschte sich – zum Ärger der Winzer und zur Freude der Grundstück-Spekulanten – durch die Weinberge. Das Aus für die Weinwirtschaft bedeutete Aufschwung im Villenbau, in bevorzugter und von der Sonne verwöhnter Lage. Heute sieht man jedoch vermehrt Stellen, an denen Wein wächst so wie auf Dinglingers Weinberg mit seinem Wohnhaus und dazugehörigem Pavillon.

Ab 1692 gehörte das Gelände dem Goldschmied Johann Melchior Dinglinger, der sich hier ein Landhaus als Sommerwohnsitz errichten ließ. Dinglinger und seine beiden Brüder Georg Friedrich und Georg Christoph betrieben für August den Starken von 1692 bis 1731 eine der bedeutendsten Goldschmiede-Werkstätten Europas. Sie schufen dabei so wertvolle Schätze wie das „Goldene Kaffeezeug“, das „Bad der Diana“ und den „Hofstaat zu Dehli am Geburtstag des Großmoguls Aureng-Zeb“.


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Zuletzt geändert: 07.08.05