Augustusbrücke

Die Augustusbrücke verbindet das linkselbische alte mit dem rechtselbischen neuen Dresden. So wie sie sich jetzt dem Betrachter zeigt, gibt es sie seit 1949. Doch schon seit dem 13. Jahrhundert gibt es hier eine Brücke - die erste Dresdens. 1275 wurde sie erstmals erwähnt, wenig später (1287) dann als "steinern" bezeichnet.

Hochwasser machten den frühen Brücken immer wieder zu schaffen, so dass sich das Antlitz nach mehreren Umbauten immer wieder änderte. Ein früher Rekord: Mit 800 Schritten Gesamtlänge und 15 Ellen Breite war sie Mitte des 14. Jahrhunderts die längste Gewölbebrücke Europas. Spätere Umbauten waren nötig, weil die Brücke baufällig geworden war (um 1730) oder der Verkehr es erforderte (1910): Die Schiffe verlangten eine größere Durchfahrtshöhe - und die Belastbarkeit durch moderne Verkehrsmittel wie Pferdetrams war auch nicht auszuhalten.

Immer wieder gern erzählt wird die Geschichte, wie die Dresdner im real existierenden Sozialismus den seinerzeit gültigen Brückennamen erklärten: Dimitroffbrücke hieß sie, nach einem Widerstandskämpfer. Aber was ein echter Sachse ist, der erinnerte sich und die Besucher an August den Starken: Der als Frauenheld geltende Monarch habe nämlich immer mit der Kutsche am Brückenende gestanden und die bekannlich hübschen sächsishcen Damen gemustert. Und wenn ihm eine gefiel, soll er gesagt haben: Die mit ruff, die mit ruff. Wie anders also sollte die Brücke heißen als Diemitruffbrücke?!?


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Zuletzt geändert: 07.08.05